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So sieht es nach dem Baummassaker an den Ufern der Mur in Graz aus. © Rettet die Mur

Wer sich einmal ein Bild machen will, wie „grün und sauber“ Wasserkraft ist, der hat dazu an der Mur in Graz nun DIE Gelegenheit. Vergangene Woche wurde in Vorbereitung auf das heiß umstrittene Grazer Wasserkraftwerk an den Ufern der Mur etwa 700 Bäume, darunter alte Silberweiden, Pappeln und Ulmen gefällt, unter Polizeischutz und gegen den Widerstand tausender Menschen.
 

(c) Franz Keppel

++ Österreichs Naturschutz und Wissenschaftler stehen hinter „Rettet die Mur“ ++ Dr. Bernd Lötsch, Univ.-Prof. Dr. Rudolf Zechner, Dr. Günther Kräuter, der WWF Österreich, der Naturschutzbund, die Organisation Riverwatch und viele mehr – sie alle stehen hinter der Plattform „Rettet die Mur“ und treten gegen das Denkmal der Zerstörung der Energie Steiermark auf.

Foto: Franz Keppel

Auf Seite der Murschützer wächst der Protest unübersehbar. AktivistInnen stoppen die Rodungen vielerorts. Ob per Boot, über den Landweg oder auf Bäumen verhindern sie die Bauarbeiten in verschiedenen Abschnitten.Trotz einer Reihe von Anzeigen gegen die Verstöße der Energie Steiermark versucht diese heute die Rodungsarbeiten an der Mur fortzusetzten.

++ Schlägerungen in vollem Gang – Aktivisten vor Ort ++ Die Rodungsarbeiten für das Murkraftwerk in Graz haben heute begonnen. Pünktlich am Tag nach der Wahl beginnen um 6:00 Früh Rodungstrupps an der Mur die Bäume zu fällen.

Inzwischen finden beidseitig der Mur zwischen Puntigamer Brücke und Puchsteg, schwere Bauarbeiten statt.

Foto: Stefan Leitner

++ Demonstrationen gegen das Murkraftwerk wachsen weiter ++ Am Tag vor der Wahl setzen die GrazerInnen noch einmal ein deutliches Zeichen. Beinahe 4.000 gehen für die Mur auf die Straße. Sie alle fordern einen Baustopp und die Volksbefragung. „Wer die Demokratie biegt, fliegt!“ prophezeien sie auf einem Transparent zur Wahl.

© Philipp Podesser

Mehr als 2.000 Menschen aus allen Schichten der Grazer Bevölkerung sind letzten Samstag dem Aufruf der Plattform „Rettet die Mur“ gefolgt. Gemeinsam sind sie für eine Volksbefragung marschiert. Die überparteiliche Bürgerbewegung gegen das Murkraftwerk ist damit derzeit Österreichs größte Bewegung für den Umwelt- und Lebensraumschutz.

++ WWF und Rettet die Mur: Keine Naturzerstörung mit Hilfe der Wien Energie! ++ Vor dem Gebäude der Wien Energie in Erdberg fand heute Mittag um „Fünf vor Zwölf“ eine Protestaktion engagierter BürgerInnen und Umweltschutzorganisationen statt. Grund dafür ist die mögliche Investition der Wien Energie in ein Kraftwerk an der Mur mitten im Grazer Naherholungsraum.

Morgen, Dienstag, 20.12. ist eine symbolische Protestaktion in Wien geplant, um die Wien Energie zu überzeugen, nicht in das geplante Murkraftwerk in Graz zu investieren, das Natur und Lebensqualität zerstören würde und obendrein unwirtschaftlich ist. Sie würde sich damit am "Baummord" von über 16.000 Stadtbäumen beteiligen, 800 davon Baumriesen mit einem Stammumfang von mehr als 1,5 Meter!

Braucht Graz als Feinstaubhauptstadt Österreichs 16.535 Murbäume? Um der gezielten Irreführung der Stadt Graz zum Verlust von Murbäumen im Zuge der Grazer Murstufe entgegenzuwirken, hat der Naturschutzbund Stmk. eine Zählung veranlasst. Laut der Stadt Graz wären nur rund 700 Stadtbäume betroffen. Tatsächlich handelt es sich im betroffenen Gebiet um einen Verlust von 16.535 Murbäumen.

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