Karte des hydromorphologischen Zustands von 83.824 km Flüssen in 11 Balkanländern. Blau/Grün: naturnahe oder leicht veränderte Flüsse; Gelb bis Rot: mäßig bis stark verändert, Rot: Stauungen. © Ulrich Schwarz, Fluvius Wien

Die erste vergleichbare regionale Bewertung seit über einem Jahrzehnt dokumentiert die Verschlechterung des Zustands der letzten Wildflüsse Europas: Der Anteil unberührter Flussabschnitte ist seit 2012 von 30 Prozent auf 23 Prozent zurückgegangen – ein erschreckender Verlust von 2.450 Flusskilometern. Die Flüsse Albaniens wurden schneller zerstört als die anderer Balkanländer, vor allem durch Wasserkraftprojekte und Flussregulierungen.

Das Fehlen eines vorgeschriebenen ökologischen Abflusses aus einem Wasserkraft-Staudamm im griechischen Teil des Flusses Aoos/Vjosa gefährdet ein einzigartiges und sensibles Ökosystem. Eine neue wissenschaftliche Studie unterstreicht die dringende Notwendigkeit, eine Mindestabflussregelung zu schaffen, um die ökologischen Funktionen des Flusses wiederherzustellen und seine reiche Biodiversität zu bewahren.

Studenica River © Tijana Jevtić

Die serbische Organisation für politische Ökologie Polekol hat bei der Berner Konvention Beschwerde eingereicht und warnt, dass der Bau des Kleinwasserkraftwerks Gradina am Fluss Studenica geschützte Lebensräume und Arten von internationaler Bedeutung gefährden werde.

Der Zusammenfluss des Flusses Janjina mit der Drina © Bruno D'Amici

Das Ministerium für Raumplanung, Bauwesen und Ökologie der Republik Srpska (BiH) hat die Genehmigung für die Umweltverträglichkeitstudie des kleinen Wasserkraftwerks "Janjina J-1" verweigert, was das Projekt damit stoppt. Diese Entscheidung stellt einen bedeutenden Sieg für die Janjina dar, einen wichtigen Zufluss der Drina, und bewahrt ihren natürlichen Verlauf sowie das Ökosystem.

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