Die erste vergleichbare regionale Bewertung seit über einem Jahrzehnt dokumentiert die Verschlechterung des Zustands der letzten Wildflüsse Europas: Der Anteil unberührter Flussabschnitte ist seit 2012 von 30 Prozent auf 23 Prozent zurückgegangen – ein erschreckender Verlust von 2.450 Flusskilometern. Die Flüsse Albaniens wurden schneller zerstört als die anderer Balkanländer, vor allem durch Wasserkraftprojekte und Flussregulierungen.
Unter dem Motto „Uniting Voices for the Blue Heart of Europe“ brachte der diesjährige Balkan Flussgipfel in Podgorica über 100 internationale Flussschutz-Expert*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen zusammen. Ziel der Veranstaltung war die Stärkung des Netzwerks zum Schutz der wertvollen Flüsse des Balkans und gegen deren akute und systematische Bedrohung.
Die kroatischen Behörden haben den sofortigen Baustopp eines umstrittenen Wasserkraftprojekts am Fluss Una angeordnet. Diese Entscheidung stellt einen bedeutenden Sieg für lokale Gemeinden und internationale Umweltschutzorganisationen dar, die sich monatelang gegen den Bau gewehrt hatten.
Die kroatischen Behörden haben gestern einen wichtigen Schritt vorwärts für den Naturschutz angekündigt: Sie werden rechtliche Schritte gegen den Bau eines Staudamms am Fluss Una in einem ökologisch wertvollen Naturschutzgebiet einleiten.
In einem kraftvollen Akt der Solidarität und des Widerstands besuchten die Tapferen Frauen von Kruščica (BiH) das Shushica-Tal in Albanien, um den Kampf gegen ein umstrittenes Wasserentnahmeprojekt zu unterstützen. Gemeinsam mit den Bewohner*innen des Shushica-Tals bildeten sie eine Menschenkette über die Shushica.
Am vergangenen Samstag reisten Vertreter*innen der Gemeinden des Shushica-Tals sowie aus Vlora und dem Vjosa-Tal nach Tirana, um Premierminister Edi Rama eine besondere Petition zu überreichen. Menschen aus 37 Dörfern des Tals haben sich in dieser eindringlichen Petition gegen das Projekt zur Wasserentnahme aus dem Shushica-Fluss zusammengeschlossen.
Vom 22. bis 28. April 2024 sammelte eine Wissenschaftsdelegation aus Albanien, Österreich, Bulgarien, Griechenland und Italien multidisziplinäre Daten im teilweise unerforschtem und intakten Vjosa-Delta. Jede Beobachtung dieser Expedition zielt darauf ab, die ökologische Bedeutung dieses Gebiets sichtbar zu machen und sich für seine Aufnahme in den Vjosa-Wildfluss-Nationalpark gemäß den IUCN-Standards einzusetzen.
Heute Vormittag haben Albaniens Premierminister Edi Rama und die Umwelt- und Tourismusministerin Mirela Kumbaro in einer feierlichen Zeremonie in Tepelena die Vjosa zum Wildfluss-Nationalpark erklärt. Mit dem heutigen Tag sind die gesamte Vjosa in Albanien von der griechischen Grenze bis in die Adria sowie ihre Hauptzuflüsse – insgesamt ein Flusssystem von über 400 Kilometer Länge – als Nationalpark ausgezeichnet. Das ist einzigartig in Europa.
Das belgische Unternehmen Green Invest und seine bosnische Tochter BUK d.o.o. brachte Verleumdungsklagen gegen zwei junge bosnische Aktivistinnen ein, die öffentlich über die Umweltfolgen der Wasserkraftwerke des Unternehmens informierten. Heute schickten 140 Organisationen aus BiH, Europa und den USA einen offenen Brief an die diplomatischen Vertretungen Belgiens und den Botschafter der EU in BiH.
Die deutsche Entwicklungsbank KfW hat heute bestätigt, dass sie ihre Pläne zur Finanzierung des umstrittenen Janjići-Wasserkraftwerks am Fluss Bosna in Bosnien-Herzegowina eingestellt hat. Dieses umstrittene Projekt würde einen 16 m hohen Damm umfassen und einen malerischen und ökologisch bedeutsamen Flussabschnitt mit einer Reihe von Stromschnellen fluten.





















