Am 4. Juni traten bekannte Künstler*innen aus Albanien und dem Ausland beim Konzert "Vjosa Forever" in Tepelena auf, um die Kampagne #VjosaNationalParkNow zu unterstützen. Für das Konzert, organisiert vom Blue-Heart-Partner EcoAlbania, füllten Hunderte von Unterstützer*innen den Lord-Byron-Platz in Tepelena und genossen die elektrisierenden Auftritte der #ArtistsForVjosa.

Am 30. April trafen sich viele Menschen im mittleren Kamptal bei Rosenburg - um es zu erkunden und für dessen Schutz zu plädieren. Auf der alten Staumauer des Kraftwerks Rosenburg Brachten Aktivist*innen mit Kanus ein großes Banner an, das die Öffnung der Stauhaltung und die Befreiung des Flusses fordert. Im Video erklären Ulrich Eichelmann, Oliver Lehmann, Doris Knecht, Stefan Glaser und Werner Gamerith warum sie für die Wiederherstellung des lebendigen, frei-fließenden Kamp-Flusses eintreten.

     Mit einem Rückbau des Kraftwerks Rosenburg und weiterer Renaturierungen flussabwärts kann der Kamp wieder zu einem Paradies für viele bedrohte Arten werden © Matthias Schickhofer

Bereits seit langem ist das Kraftwerk Rosenburg Naturschützer*innen ein Dorn im Auge. Nun soll es nach Plänen des Energiekonzerns EVN durch ein größeres Kraftwerk ersetzt werden – mit massiven ökologischen Auswirkungen für das gesamte Kamptal. Bei den “Kamp-Tagen” steht daher die Forderung nach einer Renaturierung sowie eines vollständigen Rückbaus des bestehenden Kraftwerks im Mittelpunkt.

Seit Jahren engagieren wir uns für den Kamp, einem der wichtigsten Flüsse Österreichs. Deshalb freuen wir uns, euch vom 29.-30. April zu den Kamp-Tagen einladen zu können! Bei diesem kostenfreien Symposium mit örtlichen und  internationalen Expert*innen in Rosenburg, geht es um die Zukunft des Kamp, um Flussrenaturierung, Kraftwerke und Staudamm-Abbau sowie um die Frage, wie lebenswert Fluss und Tal in Zukunft sein sollen.

Die Stromschnellen bei Janjici werden nicht in einem Stausee untergehen. Der Lebensraum für Huchen und vielen andere Arten bleibt erhalten. © Robert Oroz

Die deutsche Entwicklungsbank KfW hat heute bestätigt, dass sie ihre Pläne zur Finanzierung des umstrittenen Janjići-Wasserkraftwerks am Fluss Bosna in Bosnien-Herzegowina eingestellt hat. Dieses umstrittene Projekt würde einen 16 m hohen Damm umfassen und einen malerischen und ökologisch bedeutsamen Flussabschnitt mit einer Reihe von Stromschnellen fluten.

An der oberen Neretva sind mehrere Wasserkraftwerke geplant © Amel Emric

Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention hat auf Drängen von Naturschutzorganisationen in seiner jüngsten Sitzung diverse Projekte auf dem Balkan erneut unter die Lupe genommen, so wie ein Flughafen inmitten der Narta-Lagune in Albanien oder eine Reihe von Wasserkraftwerken an der oberen Neretva in Bosnien-Herzegowina.

Der zerstörte Fluss Lumbardhi im Nationalpark. © Shpresa Loshaj

Der kosovarische Minister für Umwelt, Raumplanung und Infrastruktur informierte die Öffentlichkeit via Facebook über die Präsentation eines Konzeptes für das Gebiet Zalli I Rupes. In diesem Posting könnte der Eindruck entstehen, dass wir - Riverwatch - Teil eines Prozesses zur Wiedereröffnung der Wasserkraftwerke in der Region waren und dass wir "grünes Licht" dafür gegeben haben. Das ist nicht der Fall.

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